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Date: Mon, 12 Jan 2009 15:15:22 +0100 (CET)
Subject: Nachrichten aus Deutschland

Auswärtiges Amt
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12.01.2009
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1. Kiew hat Gas-Abkommen unterzeichnet - EU erwartet Wiederaufnahme der Lieferungen
2. Edeka will 8.000 neue Arbeitsplätze schaffen
3. Gründung des „Ersten Türkischen Karnevalsvereins Köln“ war ein Scherz eines TV-Senders

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12.01.2009
1. Kiew hat Gas-Abkommen unterzeichnet - EU erwartet Wiederaufnahme der Lieferungen


Im Gasstreit mit Moskau hat die Ukraine mit der Unterzeichnung eines Abkommens nach russischen Angaben den Weg für eine Aufnahme der Transitlieferungen nach Westen freigemacht. Die Ukraine habe das Abkommen über die Kontrolle der Lieferungen nun auch ohne die von Moskau beanstandete Zusatzerklärung unterschrieben, teilte der Energieversorger Gazprom am Montag (12. Januar) mit. Die EU-Spitze forderte Russland zur sofortigen Wiederaufnahme der Lieferungen durch die Ukraine nach Westeuropa auf. Aus Russland gab es aber zunächst keine Angaben, wann Gazprom den Gashahn für den Westen wieder aufdreht.

Nach Angaben des Sprechers von Regierungschef Wladimir Putin, Dmitri Peskow, ist eine russische Delegation auch mit Gazprom- Vertretern zu Konsultationen auf dem Weg nach Brüssel. Russland hatte von der EU eine Neuunterzeichnung der Übereinkunft über die Beobachtermission gefordert. Moskau machte neben dem Abkommen auch eine lückenlose Überwachung der Transitstrecke durch internationale Experten zur Bedingung. Am Wochenende traten Fachleute in Russland und in der Ukraine ihren Dienst an. Es blieb jedoch zunächst unklar, ob die Überwachung der Pipelines damit für Russland ausreicht.

Der tschechische Industrieminister Martin Riman sagte für den EU-Ratsvorsitz in Brüssel: „Russland hat keinen Grund, die Lieferungen nicht sofort wieder aufzunehmen“.

Der seit Mittwoch andauernde Lieferstopp hat in großen Teilen Südosteuropas bereits zu einem Gas-Engpass geführt. Seit einigen Tagen versorgt Gazprom den Westen verstärkt über die nördliche Route durch Weißrussland und Polen nach Deutschland.

Quelle: dpa, pa.



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12.01.2009
2. Edeka will 8.000 neue Arbeitsplätze schaffen


Die Edeka-Gruppe will trotz der Wirtschaftskrise mehr Personal einstellen. „Wir wollen noch in diesem Jahr 8.000 neue Arbeitsplätze schaffen“, sagte Edeka-Chef Markus Mosa einer Hamburger Zeitung am Samstag, den 10. Januar. Außerdem rechnet er für das laufende Jahr mit wieder sinkenden Lebensmittelpreisen. 2008 hätten diese im Schnitt um fünf Prozent zugelegt. „Diese Preiserhöhungen werden jetzt zum Teil zurückgenommen“, sagte Mosa.

Auch im Zuge der Übernahme und des Ausbaus von bundesweit 2.340 Plus-Märkten durch Edeka glaubt Mosa an ein weiteres Wachstum der Discounter. In den nächsten Jahren werde jeder zweite Euro beim Discounter ausgegeben. Bisher liege der Marktanteil bei 42 Prozent. Der Trend sei ungebrochen. Und er werde durch die derzeitige Krise noch begünstigt, sagte Mosa. Durch die Übernahme von Plus zum 1. Januar 2009 ist die Zahl der Mitarbeiter in der Edeka-Gruppe auf rund 253.000 Mitarbeiter gestiegen, der Umsatz der genossenschaftlich organisierten Handelsgruppe auf rund 43 Milliarden Euro.

Quellen: dpa, pa.



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12.01.2009
3. Gründung des „Ersten Türkischen Karnevalsvereins Köln“ war ein Scherz eines TV-Senders


Der „Erste Türkische Karnevalsverein“, der in Köln gegründet worden sein sollte, war in Wirklichkeit ein Scherz des TV-Senders RTL. Das Ganze sei für die neue Comedysendung „TV Helden“ mit Jan Böhmermann inszeniert worden, sagte am Freitag (9. Januar) ein Sprecher des Privatsenders in Köln.

„Wir wollten einfach mal zeigen, wie Köln auf so eine Idee reagiert. Das gewaltige Medienecho spricht dafür, dass so eine Idee gar nicht so abwegig wäre“, sagte er. Viele Medien und Agenturen hatten die Meldung gebracht.

Hinter der Aktion steckten die Comedians Jan Böhmermann als Davut Yilmaz, Caroline Korneli als Melek Cezmi und andere.

Die angeblichen Gründungsmitglieder hatten sich am Donnerstag, 8. Dezember mit einer großen Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei waren Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit aufgekommen, doch hatten sie immer wieder versichert, das Ganze sei kein Witz. Das Festkomitee des Kölner Karnevals, das die Vereinsgründung begrüßt hatte, nahm den Fake gelassen: „Damit ist zumindest deutlich geworden, dass viele türkische Bürger sowieso schon im Karneval mitfeiern“, sagte Vorstandsmitglied Sigrid Krebs. Dieses wichtige Thema sei dadurch endlich mal in die Medien gekommen.

Der RTL-Sprecher sagte, die Aktion sei „im Rahmen von Satire absolut legitim“. Es sei niemandem damit geschadet worden, und das Ganze sei augenzwinkernd gemeint. Geplantes Sendedatum ist Samstag, der 24. Januar.

Quellen: dpa, pa.

 Anmerkung der Redaktion: Uns gefällt die Idee der Vereinsgründung gut!



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