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Date: Tue, 20 Jan 2009 16:09:49 +0100 (CET)
Subject: Nachrichten aus Deutschland
Auswärtiges Amt
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20.01.2009
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1. Konferenz zur Außenwissenschaftspolitik 19. und 20. Januar
2. SAP erhält Großauftrag von Bundesagentur für Arbeit
3. Neue Tomographen zeigen extrem scharfe Bilder aus dem Körperinneren
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20.01.2009
1. Konferenz zur Außenwissenschaftspolitik 19. und 20. Januar
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eröffnete gestern im Auswärtigen Amt eine Konferenz zur Außenwissenschaftspolitik, dem Schwerpunktthema der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik 2009.
Nur mit Unterstützung der Wissenschaft werden viele wichtige Probleme - sei es der Wirtschaft, Energie- oder Klimafragen - gelöst werden können. Und: Deutschland ist arm an Rohstoffen, es muss deshalb in die intellektuellen Fähigkeiten und geistigen Kapazitäten seiner Menschen investieren. Der Austausch mit Wissenschaftlern anderer Länder ist deshalb enorm wichtig.
Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise hat eine ganze Reihe von Fragen neu auf die Tagesordnung der deutschen und der internationalen Politik gebracht: Nach welchen Regeln sollen Wirtschaft, Finanzsystem, Gerechtigkeit und Teilhabe organisiert werden? Welchen Beitrag kann Deutschland selbst leisten, welche Forderungen müssen wir an unsere Partner richten? Wie kann auch in Zeiten der wirtschaftlichen Stagnation oder sogar Rezession genug für den Klimaschutz getan werden? Welche Verantwortung haben reiche und arme Länder, was kann ihnen zugemutet werden?
Die Antworten auf diese Fragen gehen weit über die Volkswirtschaftslehre oder die Politik hinaus. Sie lassen sich häufig auch nicht mehr mit den Mitteln der klassischen Diplomatie finden. „Sondern wenn die eigentliche Aufgabe darin besteht, globale Verantwortung und Verantwortlichkeit auszuüben, dann sollten wir vor allem eins tun: diese auch einüben“, so Steinmeier in seiner Eröffnungsansprache zur Konferenz Außenwissenschaftspolitik.
Quelle: AA.
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20.01.2009
2. SAP erhält Großauftrag von Bundesagentur für Arbeit
Europas führender Softwarekonzern SAP hat einen Großauftrag von der Bundesagentur für Arbeit bekommen und liefert der Behörde Software für ihr Personal- und Finanzwesen. „Das ist der größte Auftrag aus dem öffentlichen Sektor des vergangenen Jahres“, sagte ein SAP-Sprecher am Montag (19. Januar) in Walldorf. Zur Auftragshöhe machte SAP keine Angaben. Es soll dem Vernehmen nach aber im dreistelligen Millionenbereich liegen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit rund 100.000 Beschäftigten gilt als Deutschlands größte Behörde.
„Die Software für unser Finanzwesen muss dafür ausgelegt sein, unseren Haushalt von rund 41 Milliarden Euro zuverlässig zu verwalten“, sagte Klaus Vitt, verantwortlich für die Technik bei der BA. Der Vertrag wurde nach Angaben des Sprechers bereits im Sommer 2008 geschlossen. Die Einführung der Software soll seit Anfang Oktober laufen.
Der Walldorfer Dax-Konzern hatte bereits vor wenigen Tagen einen millionenschweren Auftrag der Vereinten Nationen bestätigt. SAP habe den Zuschlag für die Ausstattung der UN mit einer neuen Management- Software erhalten. Der Vertrag wurde aber noch nicht unterzeichnet. Das Auftragsvolumen soll sich auf bis zu 300 Millionen US-Dollar (227 Millionen Euro) belaufen.
Quelle: dpa.
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20.01.2009
3. Neue Tomographen zeigen extrem scharfe Bilder aus dem Körperinneren
Zwei besonders leistungsstarke Hochfeld-Magnetresonanztomographen (MRT) werden Wissenschaftlern künftig extrem scharfe Bilder mit hoher Auflösung unter anderem aus dem Innern des menschlichen Körpers liefern. Die tonnenschweren Geräte für die medizinische Forschung gingen am heutigen Dienstag (20. Januar) auf dem Campus Berlin-Buch offiziell in Betrieb.
Die Forscher am Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin erhoffen sich Einblicke in kleinste Strukturen des Körpers, darunter in einzelne Zellen. Ziel ist den Angaben zufolge, Krankheitsrisiken und Krankheitsprozesse sehr früh zu erkennen und neue diagnostische Verfahren und Therapien zu entwickeln. An der Feier nahm auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan teil.
Das Forschungsgebäude ist eigens für den Betrieb der Magnetresonanztomographie-Anlagen errichtet worden. Diese bestehen aus einem von Siemens Healthcare entwickelten 7-Tesla-MRT (das entspricht dem 140.000-fachen des Erdmagnetfelds; Tesla ist die Einheit für den Magnetfluss) für Untersuchungen am Menschen und einem 9,4-Tesla-Tierscanner der Firma Bruker Biospin, der die Forschungen mit dem 7-Tesla-MRT ergänzt.
Der für Untersuchungen bei Menschen gedachte, 35 Tonnen schwere Magnet ist mit einem Käfig aus 230 Tonnen Stahl abgeschirmt. Damit soll sichergestellt werden, dass die unmittelbare Umgebung nicht vom Streufeld des Magneten beeinflusst wird und auch der Magnet selbst von außen sicher ist. Die zur Erzeugung der Magnetfelder dienenden Spulen sind supraleitend und werden mit flüssigem Helium auf etwa – 270 Grad Celsius gekühlt.
Die gesamte MRT-Anlage und das dazugehörige neue Forschungsgebäude kosteten rund 11,5 Millionen Euro. Davon übernahmen das Bundesforschungsministerium neun Millionen Euro und das Land Berlin eine Million Euro. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt trägt einen Anteil in Höhe von 1,5 Millionen Euro.
Die Besucher der Feier wurden wegen der Magnetfelder vorab in der Einladung gebeten, keine Metallgegenstände, Geldkarten et cetera mit in das Gebäude zu bringen.
Quellen: dpa, pa, ECRC.
Einladungstext
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