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Date: Fri, 16 Jan 2009 15:12:37 +0100 (CET)
Subject: Nachrichten aus Deutschland
Auswärtiges Amt
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16.01.2009
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1. Die Kanzlerin bei der Stasi-Unterlagen-Behörde BStU
2. Grüne Woche in Berlin eröffnet – Ministerin Ilse Aigner zuversichtlich
3. Wissenswelten: „Bookmarks“ von der Keilschrift bis zu YouTube als ästhetisches Phänomen
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16.01.2009
1. Die Kanzlerin bei der Stasi-Unterlagen-Behörde BStU
Die Stasi-Unterlagenbehörde soll nach dem Willen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch über Jahre weiterarbeiten. Erinnerung und DDR-Aufarbeitung seien auch knapp 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer sehr aktuell, sagte die Kanzlerin am Donnerstag, 15. Januar, bei ihrem ersten Besuch der Behörde für die Stasi-Akten in Berlin. Das Interesse von Bürgern an den Stasi-Akten sei weiter sehr hoch.
Im Vorjahr wurden laut Behörde mehr als 87.000 Anträge auf Einsicht in Stasi-Akten gestellt. „Es hat sich gezeigt, dass die Offenheit der Akteneinsicht zur Versöhnung beigetragen hat und nicht zur Spaltung“, betonte Merkel. Vielen Menschen habe der Blick in Stasi-Papiere geholfen, Klarheit über ihr Leben in der DDR zu bekommen. Sie gehe davon aus, dass die Behörde ihre wichtige Arbeit fortsetze, sagte die CDU-Politikerin.
Mit Hilfe der Stasi-Akten können die Bürger in Deutschland feststellen, von wem sie zu Zeiten der DDR-Diktatur bespitzelt wurden. Die Unterlagen dienten im wiedervereinigten Deutschland auch dazu, Bewerber um Stellen öffentlichen Dienst darauf zu überprüfen, ob sie früher Spitzel des DDR-Geheimdienstes waren.
Am 15. Januar 1990, zwei Monate nach dem Mauerfall, hatten aufgebrachte ostdeutsche Demonstranten die Berliner Stasi-Zentrale gestürmt. Sie konnten damals viele Unterlagen vor der Vernichtung retten. Auch in Bezirks- und Kreisdienststellen der Stasi konnten Bürgerrechtler damals Akten vor der Vernichtung bewahren.
Genau 19 Jahre später informierte sich Merkel am Donnerstag über die Hinterlassenschaft. In dem Archiv lagern mehr als 43 Kilometer Stasi-Akten und Millionen Karteikarten. Merkel würdigte den Einsatz der Bürgerrechtler, die 1990 massenhaft Akten vor der Vernichtung in der Stasi-Zentrale gerettet hatten. Dies habe die Stasi-Unterlagen-Behörde erst ermöglicht. „Das, was Diktatur bedeutet, darf nicht verloren gehen in der Erinnerung, weil ansonsten wir die Freiheit gar nicht mehr ausreichend zu schätzen wissen“, sagte die CDU-Politikerin. Gerade junge Menschen sollten über die Diktatur aufgeklärt werden.
Quellen: dpa, pa.
http://www.bstu.bund.de/
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16.01.2009
2. Grüne Woche in Berlin eröffnet – Ministerin Ilse Aigner zuversichtlich
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat sich trotz der Wirtschaftskrise zuversichtlich für die Landwirtschaft geäußert. „Ich bin froher Hoffnung, dass die Landwirtschaft diese Krise gut überstehen wird“, sagte Aigner am Freitag, 16. Januar, auf dem traditionellen Eröffnungsrundgang auf der Grünen Woche in Berlin. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner begrüßte die Ankündigung der EU-Kommission nach Exporthilfen für die Milchbranche. „Ich hoffe, dass wir damit in der Milchwirtschaft aus dem Tief herauskommen.“
Es werden etwa 400.000 Besucher erwartet, die mehr als 100.000 kulinarische Spezialitäten aus aller Welt vorfinden und zum Teil auch probieren werden. Die Grüne Woche 2009 ist für die Besucher vom 16.01. bis 25.01.2009 geöffnet.
Quellen: dpa, pa.
Grüne Woche
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16.01.2009
3. Wissenswelten: „Bookmarks“ von der Keilschrift bis zu YouTube als ästhetisches Phänomen
Die bis zum 15. Februar laufende Schau „Bookmarks“ trägt den Untertitel „Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube“. Die Kestnergesellschaft in Hannover wagt sich nach eigenen Angaben an die weltweit erste Ausstellung über YouTube als ästhetisches Phänomen. „Wir haben nicht den Anspruch, YouTube auszustellen“, betonte Kurator Frank-Thorsten Moll. Vielmehr gehe es darum, in einer Laborsituation über das Internet nachzudenken. So sollen die Besucher beispielsweise selbst virtuelle Führungen durch die Videoplattform zusammenstellen. Einen Kontrast zu den modernen Wissenswelten bilden 42 teils spektakuläre Exponate aus der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Aus dem Nachlass des Universalgenies ist unter anderem Leibniz' Rechenmaschine erstmals öffentlich zu sehen.
„Wir wollten das Thema historisch sehr weit auffächern“, sagte Moll. Im ersten Raum, der Schatzkammer, werden wertvolle historische Schriften und Bücher wie in einem begehbaren Tresor hinter Panzerglas präsentiert. Der Bogen spannt sich von Handschriften aus dem 8. Jahrhundert über Briefe berühmter Persönlichkeiten bis zum Brockhaus-Lexikon in einer Sonderedition.
Maximilian Engelmann, der zweite Kurator, bezeichnet die Website YouTube als „Trainingslager für neue Rezeptions- und Produktionsweisen“. Jugendliche aus aller Welt trainierten hier ihren Umgang mit Wissen und der Welt.
Die Ausstellung sei ein Experiment mit ungewissem Ausgang, betonen die Macher. Was die Besucher an den Computer-Stationen anstellen und welche Erkenntnisse sie gewinnen, ist völlig offen. Um das Experiment theoretisch zu unterfüttern, gibt es eine umfassende Vortragsreihe mit internationalen Referenten - selbstverständlich werden alle Beiträge auch ins Internet gestellt.
Quellen: dpa, pa.
http://www.youtube.com/bookmarks2009
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